Erfahrungsberichte

Was Frauen erlebt haben

„Ich habe meinem Kind das Leben verboten. Der Schmerz ist wirklich sehr tief, auch wenn ich selber schuld bin. Ich war ja noch am Anfang meiner Schwangerschaft. Ich hätte mir selber mehr Zeit für meine Entscheidung nehmen sollen. Ich dachte, es wäre für das Kind das Beste, wenn es direkt weggemacht wird und nicht erst noch weiter wächst. Unmittelbar nachdem ich die Tablette genommen habe, habe ich meine Entscheidung bereits geändert gehabt. Ich werde in Zukunft besser überlegen und habe daraus gelernt.“  Yvonne, 32 Jahre

„Ich war in einer schlimmen Verfassung, als ich erfuhr dass ich wieder schwanger geworden bin. Für mich war ganz klar dass es momentan überhaupt nicht in mein Leben passt. Ich machte mir einen Termin bei einem Arzt, der mir sehr schnell Mifegyne verabreichen wollte, ich war aber noch nicht bereit dazu. Im Nachhinein muss ich sagen, dass der Arzt kaum Fragen stellte und mich sehr unter Druck setzte, mich schnell zu entscheiden.  Danach habe mit einer Freundin darüber gesprochen, die mich einlud, den Film „Unplanned“ anzusehen. Sie ist gar nicht gegen Abtreibung oder so, aber sie sagte, der Film hätte bei ihr das Denken verändert. Als ich dann den Film ansah ist mir erst richtig klar geworden, dass das ein fertiger Mensch in mir ist und wie so eine medikamentöse Abtreibung funktioniert. Mithilfe der Freundin haben wir eine Telefonnummer herausgefunden, die mir weitergeholfen hat. Es war eine sehr freundliche Frau die mir in allen Dingen geholfen hat, Wohnung, Geld… Jetzt bin ich kurz vor der Geburt und bin überglücklich, mich für meine kleine Prinzessin entschieden zu haben“ Leonie, 25 Jahre (hier der link zum Filmtrailer https://www.youtube.com/watch?v=Rg6ksM5VffM&feature=emb_logo

„Meine Situation war so schlimm, ich fühlte mich total überfordert. Ich wollte und konnte den kleinen Wurm nicht behalten. Trotz Verhütung (Pille und Kondom) bin ich wieder schwanger geworden. Meine drei Kinder (8, 4, 7 Monate) waren gerade sehr anstrengend, und noch dazu war meine Partnerschaft am Zerbrechen. Wir wohnten bei seiner Mutter, die mir sofort sagte, ich solle das Kind abtreiben. Wenn der Kleinste etwas älter wäre, dann hätte ich es behalten, so dachte ich. Es wird besser sein wenn ich es wegmachen lasse.  Nun ist es weg und es geht mir gar nicht besser.“ Jana, 35 Jahre

„Ich bin gerade 29 Jahre geworden und habe zwei Kinder. Das dritte Kind war von einem anderen Mann, der das Kind nicht haben wollte, weil er verheiratet ist. Ich habe Depressionen und seit längerem keinen Job. Ich wollte diese Situation meinem Kind nicht antun. Die Besprechung beim Arzt war kurz. Er erklärte mir dass es in meiner Situation sicher besser wäre, die Schwangerschaft zu beenden und gab mir die Abtreibungspille mit nach Hause. Nun ist das alles fünf Monate her und habe große Schuldgefühle und leider ist es mit den Depressionen schlimmer geworden. Ich bereue zutiefst dass ich diesen Schritt gemacht habe, ich würde mich niemals wieder so schnell überreden lassen.“ Josefa, 29 Jahre

 

„Ich hätte mir vorher gewünscht dass mir jemand vorher die Einblicke gibt,  die ich dann gehabt habe. Ich habe mit den Schmerzen nicht gerechnet, mit den Blutmengen…. Was ich gesehen habe war kein Schwangerschaftsgewebe, also nicht ausschließlich, da war noch ein Kind mit drin..  Ich möchte die Frauen erreichen die ebenfalls im Konflikt sind und nicht wissen was man machen soll. “ Nina 1.5 Jahre nach ihrer Abtreibung zuhause